Die Ausgangslage für KMU

In mittleren Unternehmen beträgt die Grösse für ein Marketing-Team meist 2–3 Mitarbeitende, mit etwas Glück 5 und das ist dann schon sehr gross. Häufig noch unterteilt in Offline- und Online-Marketing, welche dann meistens die Rolle von Projektverantwortlichen einnehmen. Häufig also einfach Sprachrohr zwischen Unternehmen und Agentur.

In kleinen Unternehmen sieht das Ganze noch viel schwieriger aus. Dort ist häufig nur eine Person im Marketing tätig. Genau vor diesen Personen habe ich die grösste Achtung. Sie sind auf sich allein gestellt, haben wenig Zeit, einen hohen Druck und müssen ein breites Spektrum abdecken.

Bringt das alles was? Was wäre, wenn man einfach ein paar Stellen streichen würde? So wirklich effektiv messbar ist das Marketing häufig gar nicht. Verständlich erst recht nicht. Diejenigen, die Stellen gestrichen, werden eines festgestellt haben: Irgendwie kommen weniger Kundenanfragen rein. Was macht das Marketing also alles?

Die heutigen Anforderungen ans Marketing

Schauen wir uns ein paar Anforderungen im Marketing einmal an. Im Bereich von Werbung benötigt man gerade online ein gutes Verständnis für Zahlen und Statistiken. Gehen wir in Richtung Social Media Management sind textliche und gestalterische Fähigkeiten gefragt. Kommen wir zur Verwaltung der Website werden technische Skills gefordert und spätestens in Verbindung mit Werbung und Analytics sogar gewisse Programmierfähigkeiten. Nehmen wir neu noch Video dazu, wird es auf der einen Seite technisch in Bezug auf Equipment und Verarbeitung, auf der anderen Seite kreativ bezüglich der Umsetzung. Und dabei gehen wir noch nicht ins Detail der einzelnen Bereiche.

Klar ist, es braucht viel Know-how aus verschiedenen Bereichen. Niemand wird alles können, aber verstehen sollte man die Grundlagen.

Fachliche Grundlagen

  • Kommunikation
  • Schreiben
  • Visuelles Verständnis
  • Technisches Verständnis & Logik
  • Statistisches Verständnis
  • Wirtschaft
  • Neugierde & Lernwille
  • Diverse Tools (Photoshop, Office, ...)

Für folgende Aufgaben und Kompetenzen

  • Markenführung und Markenbekanntheit steigern
  • Werbung gestalten, schalten und auswerten
  • Websites konzipieren, mitgestalten, unterhalten und optimieren
  • Mailings (Newsletter, eMail-Marketing-Automation und Directmailings) konzipieren, gestalten, schreiben und versenden
  • CRM führen & pflegen
  • Communitys (Social Media) aufbauen, unterhalten und managen
  • Events organisieren und veranstalten
  • Sicherstellung der Datenanalyse durch Implementierung und Prüfung
  • Erfolgskontrolle aller Massnahmen (Analytics, Ad-Pixel & Co.)
  • Schreiben von Texten für Werbung, Websites, Mailings und Social Media
  • Gestalten von Grafiken für Werbung, Websites, Mailings und Social Media
  • Projektleitung von Projekten und Führen von Agenturen

Was bringt Marketing überhaupt?

Gute Frage 🤔. Vielfach wird Marketing nur als Kostenstelle in Unternehmen angesehen. Gerade die lieben Kolleg*innen aus dem Verkauf haben gar keine Freude an den Marketing-Kolleg*innen. Das Image von Marketing ist definitiv nicht das Beste, aber das muss sich ändern. Marketing kostet viel personelle Ressourcen. Reduziert man diese nach einiger Zeit, wird im ersten Moment kein Umsatzschwund zu erkennen sein. Vor allem bei gut aufgestellten Marken dauert es vermutlich eine Zeit, bis der Verlust sicht- und spürbar wird.

Gerade bei Start-ups fehlt häufig der Marketing-Skill. Die Idee mag gut sein, aber wenn die Marke nicht attraktiv ist und nicht in die Welt getragen wird - ja, was dann? Das Unternehmen hat keinen Erfolg und wird nicht überleben. Marketing ist weitaus strategischer als viele denken.

Marketing bringt...

  • eine starke Marke hervor.
  • Kundenverständnis.
  • Kunden.

Was ist ein Full-Stack-Marketer?

Der Begriff "Full-Stack-Marketer" ist abgeleitet aus der Entwicklung. Dort wird ein Programmierer, der sich um die Frontend- und Backend-Entwicklung kümmert, Full-Stack-Developer genannt. Im Marketing sind damit Personen gemeint, die Kreativität, Technik und analytisches Verständnis vereinen und somit alle Bereiche des Marketings abdecken können. Sie sind sicher keine Spezialisten der einzelnen Disziplinen, vereinen sie aber alle und haben somit einen holistischen Gesamtüberblick. Was bringt beispielsweise eine super schnelle Website, wenn kein guter Content drauf ist oder die behandelten Themen nicht gesucht werden?

Ein Full-Stack-Marketer ist Designer, kann programmieren und versteht was von Wirtschaft und Analyse. Am besten lassen sich alle Skills beim Konzipieren und Bauen von Websites lernen, vertiefen und zeigen.

Welche Ausbildung haben Full-Stack-Marketer?

Am besten kombiniert der Werdegang und die Ausbildung verschiedene der geforderten Disziplinen, da es keine Ausbildung zum Full-Stack-Marketer gibt. Lediglich der Mediamatiker in der Schweiz oder allenfalls ein kombinierter Studiengang aus Wirtschaft und Marketing wäre vergleichbar. Somit haben Generalisten Vorteile. Sie sind breit aufgestellt, meist lernwillig und interessiert. Häufig kann es sein, dass sie schnell gelangweilt sind, was in der schnelllebigen Marketingwelt jedoch nicht weiter schlimm ist.

Optimal sind auch Personen mit kaufmännischer Grundausbildung, BWL-Studium oder Vergleichbarem, die einem intensiven Hobby nachgehen, welches sie selbst unternehmerisch nutzen. Fotografie, Videografie, Entwicklung oder Ähnliches.

Zusammenfassung

Die stetige Entwicklung von Marketing fordert breit aufgestellte Menschen. Kreativität, technisches Verständnis und Analytik lassen sich durchaus kombinieren. Sie zeichnen sich als Generalisten mit starkem Unternehmertum aus. Leider gibt es keine direkte Ausbildung dafür. Der Werdegang sowie eine breit gefächerte Ausbildung zeichnen ab, ob jemand dafür geeignet ist.

Wir haben schon einige Kunden, wie die Agentur Pomcanys, die Smartphone-Video-Workshop-Anbieter Smovie oder die Influencer Agentur Yxterix im Marketing unterstützt und konnten das Know-how von innen heraus aufbauen. Wer so schnell keinen Full-Stack-Marketer findet, einen ausbilden will oder Unterstützung braucht, dem helfen wir gerne.